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Bearbeiter: Karsten Gaede

Zitiervorschlag: BGH 4 StR 344/99, Beschluss v. 08.10.1999, HRRS-Datenbank, Rn. X



BGH 4 StR 344/99 - Beschluß v. 8. Oktober 1999

Prozeßkostenhilfe; Beistand; Fortwirkung

§ 397a Abs. 1 Satz 1 StPO; § 395 Abs. 1 Nr. 1a StPO; § 177 StGB

Leitsatz des Bearbeiters

Die Bestellung eines Rechtsanwalts als Beistand nach § 397a Abs. 1 Satz 1 StPO i.V.m. § 395 Abs. 1 Nr. 1 a StPO, § 177 StGB wirkt über die jeweilige Instanz hinaus.

Entscheidungstenor

Der Antrag der Nebenklägerin vom 17. Mai 1999 auf Bewilligung von Prozeßkostenhilfe ist gegenstandslos.

Gründe

1

Die vom Landgericht bewilligte Prozeßkostenhilfe für die im Februar 1999 durchgeführte Hauptverhandlung legt der Senat als Bestellung eines Rechtsanwalts als Beistand nach § 397a Abs. 1 Satz 1 StPO in der Fassung des Zeugenschutzgesetzes vom 30. April 1998 (BGBl. I, S. 820) i.V.m. § 395 Abs. 1 Nr. 1a StPO, § 177 StGB aus. Diese wirkt - nicht anders als eine Pflichtverteidigerbestellung, indes abweichend von der Regelung für die Bewilligung von Prozeßkostenhilfe nach § 397a Abs. 2 StPO n.F. i.V.m. § 119 ZPO - über die jeweilige Instanz hinaus (BGH, Beschlüsse vom 31. Mai 1999 - 5 StR 223/99 und vom 31. August 1999 - 1 StR 367/99; vgl. auch Kleinknecht/Meyer-Goßner StPO 44. Aufl. § 397 a Rdn. 17).